Studie zeigt, dass ältere Erwachsene überproportional Online-Fehlinformationen zum Thema Gesundheit ausgesetzt sind

von healthadmin
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Neue Forschungen zeigen, dass ältere Erwachsene, insbesondere solche mit einer politischen Neigung nach rechts, einer besorgniserregenden Exposition gegenüber Websites mit geringem Vertrauen in Gesundheitsinformationen ausgesetzt sind. Diese Webseiten, die potenziell gesundheitsschädliche Fehlinformationen enthalten, sind zwar insgesamt selten, doch die Nutzung konzentriert sich stark auf diese demografische Gruppe.

Wissenschaftler der Universität von Utah analysierten das Online-Verhalten von über 1.000 Erwachsenen in den USA über einen Zeitraum von vier Wochen und kamen zu dem Schluss, dass die am stärksten von Gesundheitsproblemen betroffenen Personen am häufigsten mit zweifelhaften Informationen konfrontiert werden. Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Naturalterung veröffentlicht.

„Die Ergebnisse sind ermutigend, denn insgesamt sind die Zahlen relativ niedrig“, erklärte Ben Lyons, außerordentlicher Professor im Fachbereich Kommunikation und Hauptautor der Studie, in einer Pressemitteilung. Er betonte, dass nur ein kleiner Teil der Internetnutzer sich auf diese fragwürdigen Seiten begibt. „Obwohl nicht alle älteren Erwachsenen betroffen sind, konzentriert sich die Nutzung stark auf diese Gruppe.“

Wichtige Erkenntnisse zum Benutzerverhalten

Die Untersuchung ergab, dass lediglich 13 % der Teilnehmer während der Studie eine Seite mit niedrigem Vertrauen besuchten, was lediglich 3 % aller gesundheitsbezogenen Online-Aktivitäten ausmachte. Diese Nutzung war jedoch stark auf einen kleinen Prozentsatz der Nutzer fokussiert: Über drei Viertel der Besuche dieser Seiten entfielen auf die oberen 10 % der Teilnehmer.

Ältere Erwachsene, die häufig unter größeren gesundheitlichen Belastungen leiden, tendieren dazu, mehr Zeit mit der Suche nach Gesundheitsinformationen im Internet zu verbringen. Die Forscher fanden heraus, dass ältere Nutzer viel häufiger auf Plattformen mit geringerer Glaubwürdigkeit zugreifen.

„Obwohl der Großteil der Internetnutzer solche Seiten selten besucht, zeigen unsere Daten, dass vor allem ältere Erwachsene, die tendenziell rechtsgerichtete Nachrichten konsumieren, eher auf problematische Inhalte stoßen“, so Lyons.

Ein insulares Informationsökosystem

Das Forscherteam untersuchte auch, wie die Nutzer zu diesen Webseiten gelangen und stellte fest, dass große Plattformen dabei keine entscheidende Rolle spielen.

„Besuchen die Menschen diese Seiten über Google oder werden sie über Facebook weitergeleitet? Unsere Daten zeigen, dass das nicht der Fall ist“, sagte Lyons. „Es ist vielmehr ein isolierter Prozess. Die Nutzer gehen direkt auf diese Seiten, weil sie bereits andere Webseiten mit niedrigem Vertrauen besucht haben.“

Die Studie offenbarte zudem, dass Personen mit falschen Gesundheitsvorstellungen oder Verschwörungstheorien tendenziell eher auf solche zweifelhaften Inhalte stoßen. Diese Ergebnisse betonen die Notwendigkeit, die Online-Umgebung für Gesundheitsinformationen zu verbessern und insbesondere ältere Nutzer darin zu unterstützen, kritischere Bewertungen des Online-Inhalts vorzunehmen. Dies sollte eine wichtige Überlegung für medizinisches Fachpersonal darstellen.

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